12.10.2019, von are

Unterstützung nach vermuteten Bombenfund

Bei Bauarbeiten an einer Hauptverkehrsader in Göttingen wurden Hinweise auf einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkreig gefunden. Die vorbereitenden Arbeiten für eine Entschärfung sowohl an der Fundstelle als auch für eine groß angelegte Evakuierung dauerten einen Woche

Zusammenarbeit

Göttingen (are) Im Gegensatz zu vielen Bombenentschärfungen, die umgehend stattfinden müssen hatten alle Beteiligten in diesem Falle ein paar Tage mehr Zeit für die Vorbereitungen. Unser Ortsverband war in den täglichen Lagebesprechungen vertreten. In den letzten beiden Tagen vor der Evakuierung nahm auch der Regionalstellenleiter an den Lagebesprechungen teil.

Am Tag der Entschärfung war das THW mit einem Fachberater in der TEL der Stadt Göttingen vertreten. Erstmals arbeitete die TEL im neu eingerichteten Stabsraum bei der Berufsfeuerwehr Göttingen. Unterstützt haben wir mit logistischen Arbeiten und der Bereitsstellung von Kaltgetränken und Kaffee.

Zu den logistischen Aufgaben gehörte der Transport von Material aus dem Katasstrophenschutzlager der Stadt in die Sammelstellen für Evakuierte. Für die Deutsche Bahn errichteten wir Zelte und Getränkeausgaben im Bereich des Busbahnhofs. Hier kamen Reisende an und fuhren weiter, die mit Bussen im Rahmen eines eingerichteten Schienenersatzverkehrs befördert wurden. Grund für den Schienenersatzverkehr war die Sperrung des Götttinger Bahnhofs und damit auch der wichtigen Nord-Süd Strecke der Deutschen Bahn.

Für die Einsatzkräfte des DRK stellten wir auf unserem Gelände Flächen für den Betrieb von zwei Feldküchen zu Verfügung. Im Laufe des Einsatzes unterstützten wir auf Anforderung den Betrieb mit Gerät und Material.

Erstmalig in Göttingen unterstützte das VOST (Virtual Operations Support Team) des THW die Einsatzleitung. Die Beobachtung der sozialen Medien im Laufe des Einsatzes stellte sicher, das die Einsatzleitung im Bedarfsfall schnell auf Entwicklungen reagieren konnte.

Erleichtert nahmen alle Einsatzkräfte die Nachricht des Kampfmittelräumdienstes auf, das es sich nicht wie ursprünglich vermutet um eine Bombe handelte, sondern um eine sehr stark deformierte Menge Metall.

Nachdem diese Nachricht verkündet werden konnte, wurden alle Maßnahmen zurückgefahren bzw. beendet.


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