14.06.2017, von are

Wasserförderung in Harzigowina

In diesem fiktiven Land wurde ein Ausbildungswochenende für die HighCapacityPumping Module des Landesverbandes Bremen-Niedersachsen durchgeführt. Als Übungslage wurden schwere Waldbrände nach einer langen Trockenperiode vorgegeben.

Göttingen (are) Das fiktive EU-Mitgliedsland hat um Hilfe im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens gebeten. Die EU-Länder stellen im Rahmen dieses Verfahrens klar definierte Hilfsoptionen ihrer jeweiligen Gefahrenabwehrorganisationen bereit. Im vorliegenden Fall hat das Auswärtige Amt das THW beauftragt, zwei HighCapacityPumping Module (HCP-Modul) zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Harzigowina in den Einsatz zu entsenden.

Ein HCP-Modul umfasst drei leistungsstarke Hochleistungspumpen, die von 16 Helfern in den Einsatz gebracht werden. Vor Ort sind die HCP-Module in der Lage, autark im Schadens-gebiet zu agieren. Hierzu führen sie umfangreiche Campausstattung und geländegängige Fahrzeuge mit. Insgesamt beträgt die maximale Pumpleistung 25000 Liter je Minute. Eingesetzt werden können die Module zur Wasserförderung in Hochwasserlagen oder zur Wasserförderung über lange Wegstrecken z.B. bei der Bekämpfung von Waldbränden.

Der Übungsauftrag wurde durch die Annahme erschwert, das das Wasser über ca. 90 Höhenmeter gefördert werden mußte. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, wurden die Pumpen in definierten Abständen an der Steigungsstrecke positioniert. An den Pumpenstandorten aufgestellte Vorratsbehälter nahmen das Wasser der niedriger positionierten Pumpe auf. Aus diesen Behältern wurde das Wasser dann weiter gefördert.

Das THW bedankt sich bei den Harzwasserwerken, dem Forstamt Clausthal und dem Ortsverband Clausthal-Zellerfeld für die Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Übung.

Im Rahmen dieser Berichterstattung ist es ein Anliegen, auf das Unesco Weltkulturerbe „Harzer Wasserregal“ hinzuweisen. Der für die Wasserentnahme genutzte Obere Spiegeltaler Teich wurde vor 1673 errichtet, um dem Bergbau im Harz Wasser für den Betrieb der Bergwerke zur Verfügung zu stellen. Er fasst 53000 m3 Wasser. Das vom THW geförderte Wasser wurde in den sogenannten Zellerfelder Kunstgraben gefördert, ebenfalls in den 1680er Jahren errichtet und noch heute auf einer Länge von 14 km voll funktionstüchtig. Weiterführende Informationen gibt es hier: Oberharzer Wasserregal


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